Zum zweiten Mal nach 2013 bin ich von meiner Heimatstadt Würzburg zum „Sportler des Jahres 2015“ ausgezeichnet Sportlerehrung in Würburgworden. Es freut mich sehr, dass die Stadt die Leistungen so wertschätzt, auch wenn ich in einer absoluten Randsportart unterwegs bin. Wenn ich so in die Liste meiner Vorgänger schaue (Dirk Nowitzki, Thomas Lurz, Frank Baumann etc.), wird mir zugegebenermaßen schon ein wenig schwindelig, ob der großen Namen. Als Sportlerin des Jahres wurde Leonie Beck ausgezeichnet, die wenn alles klappt, im Sommer in Rio als Schwimmerin Würzburg vertreten wird.

Hier auch ein Video von der Laudatio, welche von Bürgermeister Dr.Dr. Adolf Bauer verlesen wurde:

Der Höhepunkt meiner

Der Höhepunkt meiner Karriere!

Vor wenigen Tagen wurde mir eine riesengroße Ehre zuteil, denn ich wurde vom Weltverband der Ultraläufer(International Association of Ultramarathon, IAU) zum „Athlete of the Year“ gewählt. Für mich stellt diese Auszeichnung nicht nur das „I-Tüpfelchen“ auf einem, für mich persönlich unglaublichen Jahr 2015 dar, sondern in erster Linie auch den Höhepunkt meiner Karriere!

Ein paar Mal war ich für diesen Award schon nominiert gewesen, nun hat es für 2015 also zum erstem Mal überhaupt geklappt. Allerdings muss man an der Stelle sagen, dass Jonas Buud, der nach vier(!) zweiten Plätzen letztes Jahr überlegen die 100km Weltmeisterschaft gewann, den Titel genauso verdient gehabt hätte. Das Wahlergebnis war dementsprechend auch extrem knapp gewesen (nur 0,5%). Meines Wissens müsste ich auch der erste Deutsche sein, dem diese Auszeichnung bislang zuteil wurde. 

IAU "Athlete of the Year 2015" (Zum Vergrößern anklicken)

IAU „Athlete of the Year 2015“ (Zum Vergrößern anklicken)

Hier geht es zur Meldung der International Association of Ultramarathon

Hier geht es zur Meldung des Deutschen Leichtathletik-Verbandes

 

Neben der internationalen Auszeichnung wurde ich auf nationaler Ebene ebenfalls zum „Ultraläufer des Jahres“, durch die Deutsche Ultramarathon-Vereinigung ausgezeichnet. In der Kategorie „Männer“ waren neben mir noch Florian Neuschwander und Martin Schedler nominiert, die ebenfalls ein tolles Jahr 2015 hatten. 

 

Weltmeister - im Jahr 2015 wurde mein Traum wahr!

Weltmeister – im Jahr 2015 wurde mein Traum wahr!

Kein Start in Basel

Leider werde ich entgegen meines ursprünglichen Plans nicht in Basel starten können. Nach vielen Jahren, in denen ich von größeren Geschichten verschont geblieben bin, habe ich mir – wahrscheinlich schon direkt Anfang des Jahres – eine doch etwas mit Vorsicht zu genießende Rückenverletzung zugezogen. 
Zur Zeit bin ich nahezu komplett schmerzfrei und auch das Lauftraining ist nicht vollständig ausgeschlossen. Ein Start in Basel wäre aber definitiv unverantwortlich, da geht die Gesundheit ganz klar vor. Mein Plan ist es nun, mich mit einer Kombi aus moderatem Lauftraining, Radfahren und vor allem Aquajogging über Wasser zu halten (Stabi-Übungen sind eh obligatorisch), um dann hoffentlich bei der Europameisterschaft im Oktober angreifen zu können.
Auch wenn die Absage des Starts in Basel etwas schade ist, gibt es kein Grund zu jammern, denn immerhin hatte ich insbesondere vor den internationalen Rennen immer Glück in Sachen Verletzungen gehabt. Noch dazu darf ich nicht vergessen, dass ich ja schon vor elf Monaten mein sportliches Lebensziel erreicht hab – selbst der Spartathlonsieg war da nur „Bonus“. Von daher will ich das gar nicht so negativ sehen und wer weiß, vielleicht ist ja so eine kleine Verschnaufpause gar nicht mal so schlecht, um dann doch noch den Deutschen Rekord anzugreifen, … das wäre aber dann sowas von „Bonus“

 

Das Ziel ist schon lange in meinem Kopf!

Das Ziel ist schon lange in meinem Kopf!

Als Ultraläufer und insbesondere als 24h-Läufer ist es manchmal wirklich nicht einfach, die Jahreshighlights auszusuchen. Furchtbar viele „Joker“ hat man innerhalb einer Saison nicht wirklich – vielleicht zwei, maximal drei ganz lange Wettkämpfe mehr ist innerhalb eines Jahres kaum möglich. Andernfalls wären Topleistungen bei solchen Rennen aus körperlichen, aber vor allem auch aus mentalen Gründen kaum möglich. Nach dem tollen Jahr 2015 wollte ich dieses Jahr eigentlich mal was anderes machen. Das, was jetzt letztendlich in meinem Zieleprogramm für 2016 verschriftlicht ist, widerspricht dem allerdings gewaltig, denn auch 2016 ist der Fokus vor allem auf den 24-h-Lauf gerichtet! Seit kurzem ist der Termin für die Europameisterschaft auch offiziell bestätigt. Die EM wird am 22.10.16 im französischen Albi ausgetragen. Hinsichtlich meines Highlights für die erste Jahreshälfte habe ich die letzten Wochen wirklich hin und her überlegt und mir selbst für meine Entscheidungsfindung den 31. Januar als Deadline gesetzt. Lange Rede, kurzer Sinn – ich werde am 30.4. beim 24-Stunden-Lauf in Basel starten, welcher in diesem Jahr auch gleichzeitig die Austragung der Deutschen Meisterschaft der DUV darstellt.

Bei den beiden Wettkämpfen möchte ich gerne meine Rekordmeistertitel, die ich ja sowohl bei der EM (3 x) als auch bei der DM (4 x) innehabe, weiter ausbauen. Mein eigentliches Ziel ist aber ein ganz anderes, nämlich die Verbesserung des Deutschen Rekords aus dem Jahr 1987, der bei 276,2 Kilometern liegt. Von dem Traum rede ich ja schon seit einigen Jahren und 2016 soll das Jahr werden, in dem der Angriff auf diesen Uralt-Rekord für mich DAS Projekt darstellt.

Wenn ich gleich zwei Läufe für meinen Rekordversuch auswähle, sieht das auf den ersten Blick erstmal nicht nach sehr großer Überzeugung aus, bei diesem Unterfangen auch erfolgreich zu sein. Aber ganz ehrlich – die Messlatte des Deutsche Rekords liegt einfach so unglaublich hoch und der Rekord besteht nicht umsonst schon seit fast 30 (!) Jahren. Selbst weltweit ist diese Distanz erst von vier anderen Läufern innerhalb von 24 Stunden gelaufen worden. Mir ist also durchaus bewusst, dass für mich beim Rekordversuch wirklich ALLES passen muss, damit ich die 276,2 km knacke. Allein der Gedanke daran, dass meine Chance rein realistisch gesehen erstmal recht gering ist, finde ich extrem reizvoll. Um aber überhaupt eine Chance zu haben, muss ich selbst unbedingt daran GLAUBEN, den Traum wahr machen zu können. Bei genauerem Reflektieren habe ich schon auch ein paar Gründe gefunden, die für die Machbarkeit sprechen.

So war ich beispielsweise Ende des Jahres 2014 dem Rekord schon einmal – ich möchte fast sagen – zum Greifen nahe. Damals habe ich, genau wie im vergangenen Jahr auch, eine Einladung zum 24-h-Lauf nach Taipeh erhalten.

Im Jahr 2014 kam ich dem Traum in Taipeh schon einmal ganz nah.

Im Jahr 2014 kam ich dem Traum in Taipeh schon einmal ganz nah.

Allerdings waren die Voraussetzungen denkbar schlecht, da der Lauf nur zehn Wochen nach dem Spartathlon stattfand, aber die Einladung wollte ich schon gerne annehmen. Da ich unter den genannten Umständen sowieso nichts zu verlieren hatte, bin ich das Rennen dann auch recht offensiv angegangen. Nach einem Jetlag-bedingten Tief im ersten Renndrittel lief es für mich in den Nachtstunden sensationell gut. Drei Stunden vor Schluss hatte ich 244 Kilometer auf dem Tacho stehen und wenn man bedenkt, dass ich in der verbleibenden Zeit nur noch 32 Kilometer hätte laufen müssen, kann man durchaus von „verdammt nah dran“ reden. Letztendlich ging mir damals aber, nachdem ich mich ab Stunde 18 nur noch so durchgehangelt habe, dann am Schluss doch die Kraft aus. Warum soll das nicht beim nächsten Mal anders laufen? Die entsprechende Leidenschaft wird natürlich Grundvoraussetzung sein, beim nächsten Mal solch eine Phase durchhalten zu können.

Bestleistung bei der WM 2015 mit 263,9 km. Geht es in diesem Jahr noch 12,3 km weiter?!?

Bestleistung bei der WM 2015 mit 263,9 km. Geht es in diesem Jahr noch 12,3 km weiter?!?

Ein weiterer Grund der mich optimistisch stimmt ist die Tatsache, dass ich meine Bestleistung von 263,9 Kilometern auf einer alles andere als leichten Strecke gelaufen bin. Ok – 12,3 km die dennoch auf den Rekord fehlten ist schon noch eine ganze Hausnummer, denn ab 250 km+ wird die Luft sehr dünn. Aber – warum soll es nicht auf einer optimalen Strecke auch mit noch weiteren 12,3 Kilometern klappen…?

Im Übrigen könnte sich beim Brechen des Deutschen Rekordes in Basel für mich in gewisser Weise der Kreis schließen. Im Jahre 2005 bin ich nämlich meinen allersten 24-h-Lauf dort gelaufen. Damals war ich mit meinen, im Vergleich zu heute, mickrigen 161 gelaufenen Kilometern überglücklich, so dass ich mich sehr gerne an den Tag zurückerinnere. Allein die Tatsache, dass ich jetzt elf Jahre später eine realistische Chance habe, den Rekord zu brechen, lässt mein Herz höherschlagen!

 

 

Am vergangenen Donnerstag hatte ich die Ehre, für meine Erfolge im Jahr 2015 im Rahmen der Sportlerehrung des Main-Taunus-Kreises von Landrat Michael Cyriax ausgezeichnet zu werden.

Sportlerehrung MTK

Sportlerehrung MTK

Am 10. März werde ich mit einem Vortrag in Aschaffenburg am Main zu Gast sein.

Die Veranstaltung ist öffentlich und der Eintritt ist frei.

Hier der Link zur Anmeldung und zu weiteren Infos zur Veranstaltung.

Ankündigung Vortrag

Ankündigung Vortrag

Schon kurz nach der Weltmeisterschaft im April habe ich eine Einladung für den 24-Stunden-Lauf der Soochow University in Taipeh erhalten. Da ich die Veranstaltung schon vom letzten Jahr kannte und mir das Event wirklich sehr gut gefällt, habe ich, wohl auch beeinflusst durch die Euphorie nach dem Gewinn der WM, keine Sekunde mit der Zusage gezögert. Allerdings gibt es

Gemeinsam mit meinem Team

Gemeinsam mit meinem Team

für die Teilnahme in Taipeh einen großen Haken, nämlich in der Form, dass der Lauf bereits acht Wochen nach dem Spartathlon stattfindet. So habe ich meine Zusage wenige Tage nach dem Spartathlon schon ein klein wenig bereut, da ich jetzt nach dem sensationellen Jahr 2015 am liebsten die Saison abgeschlossen hätte, denn zu toppen waren die bisherigen Ergebnisse für mich in diesem Jahr kaum noch. Aber – Zusage ist Zusage und ganz davon abgesehen, habe ich mich ja auch schon eine ganze Weile auf Taiwan und seine Menschen gefreut. So ganz neu war die Konstellation für mich ja auch nicht, denn auch in 2014 lagen nur wenige Wochen Abstand zwischen dem Spartathlon und dem 24-h-Lauf in Taipeh. Allerdings musste ich in diesem Jahr feststellen, dass die Regeneration nach dem Spartathlon deutlich schlechter verlief als im letzten Jahr. Insbesondere die Muskulatur im rückwärtigen Oberschenkelbereich fühlte sich auch nach einigen Wochen mit verminderten Trainingsumfängen nicht so locker an, wie ich mir das gewünscht hätte und auch der absolute Erfolgs-Biss war jetzt am Ende eines solch tollen Jahres nicht mehr zu 100 % da. Auf der anderen Seite wusste ich, dass ich in Taipeh eigentlich gar nichts zu verlieren hatte und ich dort völlig ohne Druck laufen kann. Mut machte mir auch der Rennverlauf vom vergangenen Jahr. Damals bin ich völlig ohne Erwartungen ins Rennen gegangen, war aber dann wider Erwarten lange Zeit auf Kurs „Deutscher Rekord“ gelegen. Bei dem damaligen Rennen hätte ich in den letzten drei Stunden nur noch lediglich 32 Kilometer laufen müssen, um den Rekord zu brechen, was mir aber leider nicht mehr gelingen sollte (siehe auch Bericht von 2014). Auf Grund dieser Erfahrungswerte war es mein Plan, trotz der schlechten Vorzeichen meine Renntaktik in Richtung des Deutschen Rekordes auszulegen.

Meinen Flug habe ich so gewählt, dass ich erst am Donnerstag in den Mittagsstunden in Taipeh ankomme. Das hatte zwar zu bedeuten, dass ich am Samstag mit einem Jetlag an der Startlinie stehen sollte, aber genau das habe ich gerne in Kauf genommen, da ich ebenfalls aus 2014 gelernt hatte, dass dies in einem 24-h-Lauf unter Umständen sogar ein Vorteil sein kann. Der Vorwettkampftag bestand dann hauptsächlich aus Carboloading, Pressekonferenz und der Eröffnungszeremonie. Ich glaube, es gibt weltweit keinen anderen 24-h-Lauf, der so perfekt organisiert ist, wie der an der Soochow University. Man braucht sich hier wirklich so gut wie um nichts zu kümmern, da jeder der eingeladenen Läufer zwei Volunteers zur Seite gestellt bekommt.

Japanischer Schlachtenbummler

Japanischer Schlachtenbummler

Der Startschuss sollte am Samstag bereits um 9:00 Uhr morgens erfolgen und schon nach wenigen Runden auf der 400-m-Leichtathletikbahn übernahm ich gemeinsam mit dem Japaner Yoshikazu Hara, die Führung des Rennens. Wir liefen in dieser Phase des Rennens meist eine Geschwindigkeit von etwa 4:50 Minuten/Kilometer. Da ich aber bei dem Rennen wirklich gar nichts zu verlieren hatte und dementsprechend auch mehr Risiko als gewöhnlich eingehen wollte, wurde mir die Pace schon nach einer halben Stunde zu langsam, so dass ich beschloss erstmal mein eigenes Ding durchzuziehen und die Spitze alleine zu übernehmen. Phasenweise zeigte meine Garmin-Uhr jetzt eine Pace von 4:30 min/km an, was doch einige Zweifel in meinem Kopf hervorrief, aber auf der anderen Seite habe ich mir im Vorfeld des Wettkampfs vorgenommen, es heute in der Anfangsphase mal richtig laufen zu lassen. Obwohl die Bedingungen auf Grund des diesjährigen El-Niño-Phänomens recht schweißtreibend waren, absolvierte ich die ersten 50 Kilometer in einer Zeit von etwa 3:55 Stunden. Auch wenn ich das Tempo zwar ohne Probleme halten konnte, fühlte sich die Muskulatur aber bereits in dieser frühen Phase des Rennens nicht so locker an, wie es eigentlich hätte sein sollen. Etwa zwei Stunden später benötigte ich bereits, beinahe planmäßig, einen ersten Jetlag-bedingten Becher Kaffee. Die 100-km-Marke habe ich nach 8:06 Stunden überquert, bevor langsam aber sicher die Dunkelheit Einzug hielt und das Stadion in grelles Flutlicht gehüllt wurde. Gerade die Abendstunden sind bei diesem Lauf sehr schön, da jetzt einige Bands auf der nahegelegenen Bühne auftreten. Was allerdings nicht so schön gewesen ist, war die Tatsache, dass ich mehr und mehr muskuläre Probleme bekam. Insbesondere die Oberschenkel haben sich, sowohl rückseitig als auch vorderseitig gar nicht gut angefühlt. Irgendwie hat mich das Ganze sehr stark an die WM in Turin erinnert, auch da hatte ich nach einer ähnlichen Renndauer mit muskulären Problemen der allerfeinsten Sorte zu kämpfen. Damals habe ich diese Probleme mit viel Geduld und Leidensfähigkeit wieder rauslaufen können, was ja dann am Schluss mit dem Titel belohnt wurde. Auch am heutigen Tage habe ich verschiedenartigste Maßnahmen versucht, um eine Besserung zu erzielen. Weder eine kurze Behandlung mit Wärmecreme, das Einstreuen von flotteren Abschnitten, noch eine Massagepause haben wirklich geholfen. Dummerweise hat jetzt auch ein Stück weit die Leidenschaft und die Bereitschaft, sich am Ende des Jahres noch einmal richtig zu quälen, etwas zu wünschen übrig gelassen. Durch die Pausen hat dann irgendwann auch der Kreislauf etwas verrückt gespielt und zehn Stunden vor Schluss war klar, dass mit einem Topergebnis für mich bei diesem Rennen nicht mehr zu rechnen ist. Irgendwann bin ich dann auch gar nicht mehr richtig in den Laufrhythmus reingekommen. Dennoch war für mich zu keiner Zeit des Rennens ein vorzeitiger Ausstieg zur Debatte gestanden – alleine schon aus Respekt und Dankbarkeit für die Einladung gegenüber dem Veranstalter. Außerdem habe ich schon seit Mai 2010 keinen Wettkampf mehr vorzeitig beendet und diese Serie wollte ich nicht reißen lassen – man weiß nie für was es gut ist, sich durchzukämpfen und wenn es nur die größere Hemmschwelle bei nachfolgenden Rennen ist, vorzeitig

Wandern statt Laufen, doch Aufgeben war keine Option

Wandern statt Laufen, doch Aufgeben war keine Option. Daneben Sieger Ivan Cudin (Italien)

auszusteigen. Deshalb beschloss ich, in der restlichen Zeit zu Ende zu marschieren. Allerdings sollte es noch ein ziemlich langer Wandertag für mich werden, da noch mehr als acht Stunden zu absolvieren waren. Damit war aber schon klar, dass eine andere Serie reißen wird: Seit meinem Comeback im Jahre 2011 bin ich nämlich nicht nur bei keinem Lauf mehr ausgestiegen, sondern auch bei allen langen Ultraläufen, egal ob national oder international, immer auf dem Siegertreppchen gelandet und in dieser Zeit bin ich immerhin neun solcher Ultraläufe gelaufen. Die folgenden Stunden verliefen dann relativ unspektakulär, das Rennen war ja sowieso schon längst für mich gelaufen. Am Schluss standen lediglich 201 Kilometer für mich zu Buche. Das ist natürlich ein Ergebnis mit dem ich nicht so wirklich viel anfangen kann, aber wirklich enttäuscht bin ich darüber nicht. Letztendlich waren die Voraussetzungen schon im Vorfeld des Rennens alles andere als gut für mich und das Jahr verlief so oder so wie im Traum. Vielleicht ist zu diesem Zeitpunkt so ein kleiner Schuss vor den Bug auch gar nicht mal so schlecht, nicht dass man vergisst, dass immer wieder auf’s Neue harte Arbeit erforderlich ist.

 

Da ich meinen Bericht vom 24h-Lauf in Taipeh erst zwischen den Jahren schreiben werde, gibt es hier schon mal einen gelungenen Artikel über meinen Vortrag, den ich am 11. Dezember auch in Berlin gehalten habe.

Ältere Postings »