Vielleicht ist es Euch schon aufgefallen, auf meiner Website gibt es eine neue Kategorie namens „Ziele – 21“.

In dem Artikel erfahrt Ihr, was mich seit mehr als einem Jahrzehnt antreibt und motiviert. Meine 21-Punkte-Zieleliste besteht nämlich schon seit dem Jahr 2006! Grund genug darüber zum 1o-jährigen Jubiläum einen Text zu schreiben. Am Ende des Artikels erfahrt Ihr auch, was für mich noch auf der To-Do-Liste steht.

Hier geht’s zum Artikel.

21-Punkte-Zieleplan

Vor einigen Wochen ist beim Würzburger Fernsehsender „TV Touring“ ein ganz nettes Portrait über mich erschienen.

Hier findet Ihr das Video:

tv-touring

 

Zum zweiten Mal nach 2013 bin ich von meiner Heimatstadt Würzburg zum „Sportler des Jahres 2015“ ausgezeichnet Sportlerehrung in Würburgworden. Es freut mich sehr, dass die Stadt die Leistungen so wertschätzt, auch wenn ich in einer absoluten Randsportart unterwegs bin. Wenn ich so in die Liste meiner Vorgänger schaue (Dirk Nowitzki, Thomas Lurz, Frank Baumann etc.), wird mir zugegebenermaßen schon ein wenig schwindelig, ob der großen Namen. Als Sportlerin des Jahres wurde Leonie Beck ausgezeichnet, die wenn alles klappt, im Sommer in Rio als Schwimmerin Würzburg vertreten wird.

Hier auch ein Video von der Laudatio, welche von Bürgermeister Dr.Dr. Adolf Bauer verlesen wurde:

Der Höhepunkt meiner

Der Höhepunkt meiner Karriere!

Vor wenigen Tagen wurde mir eine riesengroße Ehre zuteil, denn ich wurde vom Weltverband der Ultraläufer(International Association of Ultramarathon, IAU) zum „Athlete of the Year“ gewählt. Für mich stellt diese Auszeichnung nicht nur das „I-Tüpfelchen“ auf einem, für mich persönlich unglaublichen Jahr 2015 dar, sondern in erster Linie auch den Höhepunkt meiner Karriere!

Ein paar Mal war ich für diesen Award schon nominiert gewesen, nun hat es für 2015 also zum erstem Mal überhaupt geklappt. Allerdings muss man an der Stelle sagen, dass Jonas Buud, der nach vier(!) zweiten Plätzen letztes Jahr überlegen die 100km Weltmeisterschaft gewann, den Titel genauso verdient gehabt hätte. Das Wahlergebnis war dementsprechend auch extrem knapp gewesen (nur 0,5%). Meines Wissens müsste ich auch der erste Deutsche sein, dem diese Auszeichnung bislang zuteil wurde. 

IAU "Athlete of the Year 2015" (Zum Vergrößern anklicken)

IAU „Athlete of the Year 2015“ (Zum Vergrößern anklicken)

Hier geht es zur Meldung der International Association of Ultramarathon

Hier geht es zur Meldung des Deutschen Leichtathletik-Verbandes

 

Neben der internationalen Auszeichnung wurde ich auf nationaler Ebene ebenfalls zum „Ultraläufer des Jahres“, durch die Deutsche Ultramarathon-Vereinigung ausgezeichnet. In der Kategorie „Männer“ waren neben mir noch Florian Neuschwander und Martin Schedler nominiert, die ebenfalls ein tolles Jahr 2015 hatten. 

 

Weltmeister - im Jahr 2015 wurde mein Traum wahr!

Weltmeister – im Jahr 2015 wurde mein Traum wahr!

Kein Start in Basel

Leider werde ich entgegen meines ursprünglichen Plans nicht in Basel starten können. Nach vielen Jahren, in denen ich von größeren Geschichten verschont geblieben bin, habe ich mir – wahrscheinlich schon direkt Anfang des Jahres – eine doch etwas mit Vorsicht zu genießende Rückenverletzung zugezogen. 
Zur Zeit bin ich nahezu komplett schmerzfrei und auch das Lauftraining ist nicht vollständig ausgeschlossen. Ein Start in Basel wäre aber definitiv unverantwortlich, da geht die Gesundheit ganz klar vor. Mein Plan ist es nun, mich mit einer Kombi aus moderatem Lauftraining, Radfahren und vor allem Aquajogging über Wasser zu halten (Stabi-Übungen sind eh obligatorisch), um dann hoffentlich bei der Europameisterschaft im Oktober angreifen zu können.
Auch wenn die Absage des Starts in Basel etwas schade ist, gibt es kein Grund zu jammern, denn immerhin hatte ich insbesondere vor den internationalen Rennen immer Glück in Sachen Verletzungen gehabt. Noch dazu darf ich nicht vergessen, dass ich ja schon vor elf Monaten mein sportliches Lebensziel erreicht hab – selbst der Spartathlonsieg war da nur „Bonus“. Von daher will ich das gar nicht so negativ sehen und wer weiß, vielleicht ist ja so eine kleine Verschnaufpause gar nicht mal so schlecht, um dann doch noch den Deutschen Rekord anzugreifen, … das wäre aber dann sowas von „Bonus“

 

Das Ziel ist schon lange in meinem Kopf!

Das Ziel ist schon lange in meinem Kopf!

Als Ultraläufer und insbesondere als 24h-Läufer ist es manchmal wirklich nicht einfach, die Jahreshighlights auszusuchen. Furchtbar viele „Joker“ hat man innerhalb einer Saison nicht wirklich – vielleicht zwei, maximal drei ganz lange Wettkämpfe mehr ist innerhalb eines Jahres kaum möglich. Andernfalls wären Topleistungen bei solchen Rennen aus körperlichen, aber vor allem auch aus mentalen Gründen kaum möglich. Nach dem tollen Jahr 2015 wollte ich dieses Jahr eigentlich mal was anderes machen. Das, was jetzt letztendlich in meinem Zieleprogramm für 2016 verschriftlicht ist, widerspricht dem allerdings gewaltig, denn auch 2016 ist der Fokus vor allem auf den 24-h-Lauf gerichtet! Seit kurzem ist der Termin für die Europameisterschaft auch offiziell bestätigt. Die EM wird am 22.10.16 im französischen Albi ausgetragen. Hinsichtlich meines Highlights für die erste Jahreshälfte habe ich die letzten Wochen wirklich hin und her überlegt und mir selbst für meine Entscheidungsfindung den 31. Januar als Deadline gesetzt. Lange Rede, kurzer Sinn – ich werde am 30.4. beim 24-Stunden-Lauf in Basel starten, welcher in diesem Jahr auch gleichzeitig die Austragung der Deutschen Meisterschaft der DUV darstellt.

Bei den beiden Wettkämpfen möchte ich gerne meine Rekordmeistertitel, die ich ja sowohl bei der EM (3 x) als auch bei der DM (4 x) innehabe, weiter ausbauen. Mein eigentliches Ziel ist aber ein ganz anderes, nämlich die Verbesserung des Deutschen Rekords aus dem Jahr 1987, der bei 276,2 Kilometern liegt. Von dem Traum rede ich ja schon seit einigen Jahren und 2016 soll das Jahr werden, in dem der Angriff auf diesen Uralt-Rekord für mich DAS Projekt darstellt.

Wenn ich gleich zwei Läufe für meinen Rekordversuch auswähle, sieht das auf den ersten Blick erstmal nicht nach sehr großer Überzeugung aus, bei diesem Unterfangen auch erfolgreich zu sein. Aber ganz ehrlich – die Messlatte des Deutsche Rekords liegt einfach so unglaublich hoch und der Rekord besteht nicht umsonst schon seit fast 30 (!) Jahren. Selbst weltweit ist diese Distanz erst von vier anderen Läufern innerhalb von 24 Stunden gelaufen worden. Mir ist also durchaus bewusst, dass für mich beim Rekordversuch wirklich ALLES passen muss, damit ich die 276,2 km knacke. Allein der Gedanke daran, dass meine Chance rein realistisch gesehen erstmal recht gering ist, finde ich extrem reizvoll. Um aber überhaupt eine Chance zu haben, muss ich selbst unbedingt daran GLAUBEN, den Traum wahr machen zu können. Bei genauerem Reflektieren habe ich schon auch ein paar Gründe gefunden, die für die Machbarkeit sprechen.

So war ich beispielsweise Ende des Jahres 2014 dem Rekord schon einmal – ich möchte fast sagen – zum Greifen nahe. Damals habe ich, genau wie im vergangenen Jahr auch, eine Einladung zum 24-h-Lauf nach Taipeh erhalten.

Im Jahr 2014 kam ich dem Traum in Taipeh schon einmal ganz nah.

Im Jahr 2014 kam ich dem Traum in Taipeh schon einmal ganz nah.

Allerdings waren die Voraussetzungen denkbar schlecht, da der Lauf nur zehn Wochen nach dem Spartathlon stattfand, aber die Einladung wollte ich schon gerne annehmen. Da ich unter den genannten Umständen sowieso nichts zu verlieren hatte, bin ich das Rennen dann auch recht offensiv angegangen. Nach einem Jetlag-bedingten Tief im ersten Renndrittel lief es für mich in den Nachtstunden sensationell gut. Drei Stunden vor Schluss hatte ich 244 Kilometer auf dem Tacho stehen und wenn man bedenkt, dass ich in der verbleibenden Zeit nur noch 32 Kilometer hätte laufen müssen, kann man durchaus von „verdammt nah dran“ reden. Letztendlich ging mir damals aber, nachdem ich mich ab Stunde 18 nur noch so durchgehangelt habe, dann am Schluss doch die Kraft aus. Warum soll das nicht beim nächsten Mal anders laufen? Die entsprechende Leidenschaft wird natürlich Grundvoraussetzung sein, beim nächsten Mal solch eine Phase durchhalten zu können.

Bestleistung bei der WM 2015 mit 263,9 km. Geht es in diesem Jahr noch 12,3 km weiter?!?

Bestleistung bei der WM 2015 mit 263,9 km. Geht es in diesem Jahr noch 12,3 km weiter?!?

Ein weiterer Grund der mich optimistisch stimmt ist die Tatsache, dass ich meine Bestleistung von 263,9 Kilometern auf einer alles andere als leichten Strecke gelaufen bin. Ok – 12,3 km die dennoch auf den Rekord fehlten ist schon noch eine ganze Hausnummer, denn ab 250 km+ wird die Luft sehr dünn. Aber – warum soll es nicht auf einer optimalen Strecke auch mit noch weiteren 12,3 Kilometern klappen…?

Im Übrigen könnte sich beim Brechen des Deutschen Rekordes in Basel für mich in gewisser Weise der Kreis schließen. Im Jahre 2005 bin ich nämlich meinen allersten 24-h-Lauf dort gelaufen. Damals war ich mit meinen, im Vergleich zu heute, mickrigen 161 gelaufenen Kilometern überglücklich, so dass ich mich sehr gerne an den Tag zurückerinnere. Allein die Tatsache, dass ich jetzt elf Jahre später eine realistische Chance habe, den Rekord zu brechen, lässt mein Herz höherschlagen!

 

 

Am vergangenen Donnerstag hatte ich die Ehre, für meine Erfolge im Jahr 2015 im Rahmen der Sportlerehrung des Main-Taunus-Kreises von Landrat Michael Cyriax ausgezeichnet zu werden.

Sportlerehrung MTK

Sportlerehrung MTK

Am 10. März werde ich mit einem Vortrag in Aschaffenburg am Main zu Gast sein.

Die Veranstaltung ist öffentlich und der Eintritt ist frei.

Hier der Link zur Anmeldung und zu weiteren Infos zur Veranstaltung.

Ankündigung Vortrag

Ankündigung Vortrag

Ältere Postings »