Das Jahr 2019 hat begonnen und natürlich soll es auch in diesem Jahr ein paar schöne Lauferlebnisse geben. Im Gegensatz zu den letzten Jahren soll aber diesmal insbesondere das Wörtchen „Erlebnisse“ fettgedruckt und unterstrichen herausgehoben werden. Oft habe ich mir für die Laufsaison ein Motto ausgedacht, wenn mir für 2019 überhaupt eines einfällt, dann wäre es vielleicht „The New Florian Reus“ – denn bekanntlich sollen sich ja 2019 einige Sachen deutlich ändern. An internationalen Meisterschaften, mit dem damit verbundenen Druck, werde ich ja nicht teilnehmen; ursprünglich bestand dennoch mal der Plan wenigstens auf nationaler Ebene die 24h-DM zu laufen. Mittlerweile muss ich aber sagen, ich brauche mal einen richtigen Tapetenwechsel – und nicht nur so halb. Wobei man ja 24h sowieso nicht nur „so halb“ laufen kann. Dementsprechend will ich einfach mal was ganz anderes machen – nämlich vermehrt auch Ultratrails -, wo dann eben dem Ziel des Erlebens hoffentlich besonders nah gekommen werden kann.

„Auf der Straße“ und insbesondere bei den 24h habe ich einfach schon so viele Vergleichswerte, dass ich da eigentlich ständig irgendwelchen Zwischenzeiten, Rundenzeiten und Zwischenzeiten am hinterherhecheln bin. In 2019 werde ich einige Läufe als Genusslauf unter die Füße nehmen, mehr oder weniger ohne Stoppuhr und einfach nur der Landschaft und Gemeinschaft wegen. Da natürlich das Wettkämpfer-Gen sicher nicht von heute auf morgen komplett verschwinden wird, picke ich mir aber auch das ein oder andere kleine Highlight raus, bei dem ich dann schon auch ein wenig ambitionierter laufen will. Ein Highlight wird auf jeden Fall der „Mozart 100“ sein, bei dem es 112 km mit ca. 5100 Höhenmeter zu bewältigen gilt. Von der zeitlichen Dauer ist das ja dann gegenüber den 24h oder Spartathlons der letzten Jahre doch recht überschaubar. Für mich wird ein Ultratrail in dieser Größenordnung aber dennoch mehr oder weniger Neuland sein. Ob mir so etwas liegt? Keine Ahnung, ist aber auch egal – ich will einfach eine spannende Zeit haben und das ganze im Gegensatz zu den vergangenen Jahren ohne große eigene und äußere Erwartungen angehen. Anders wird in 2019 wahrscheinlich auch sein, dass man mich mehr bei (kürzeren) Ultra-Laufveranstaltungen sehen wird. Sonst war der Laufkalender immer ziemlich stark nach pragmatischen Gründen ausgerichtet – nach dem Motto Hauptsache möglichst optimal auf den Zielwettkampf vorbereiten. In 2019 sollen die Läufe nicht danach ausgewählt werden, ob sie optimal ins Training passen, sondern, ob ich Lust habe, irgendwo mitzulaufen.
Ich freue mich jedenfalls auf ein erlebnisreiches Ultralaufjahr 2019, unter neuen Vorzeichen! In diesem Sinne – gezeichnet „The New Florian Reus“

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