Nur noch 7 Wochen, dann fällt der Startschuss zur Welt- und Europameisterschaft im 24-h-Lauf! Dementsprechend befinde ich mich nun schon inmitten der heißen Vorbereitungsphase. Deshalb werde ich nun nach jeder Trainingswoche ein paar Zeilen für meine Webseite schreiben und Euch an meiner Vorbereitung teilhaben lassen. Nach den Erfahrungen von meinem Lauf in Taiwan im Dezember, ist es mein Plan, in Turin den alten Deutschen Rekord aus dem Jahr 1987 anzugreifen. Wenn ich die 276,2 km tatsächlich knacke, kommt auch bestimmt eine gute Platzierung raus…
By the way: Von zweiten und dritten Plätzen hab ich die Faxen dicke 😉

 

Trainingswoche vom 16.2. bis 22.2.15:

Die Trainingswoche vom 16.2. bis zum 22.2. lässt sich für mich unter der Überschrift „Licht und Schatten“ zusammenfassen. Als Schatten lässt sich die Tatsache bezeichnen, dass ich mich im Laufe der Woche mit einer kleinen Verletzung herumschlagen musste. Am Samstag vor einer Woche bin ich einen Trainingsmarathon mit einem Laufkumpel entlang der Nidda gelaufen. Am nächsten Tag hatte ich im Training eine Entzündung im oberen Bereich der linken Achillessehne feststellen müssen. Trotzdem hab ich die geplanten 27 Kilometer am Sonntag im lockeren Tempo durchgezogen, was vielleicht nicht ganz so clever gewesen war. Spätestens ab Mittwoch, also ein paar Tage später, war mir das Ganze dann doch nicht mehr ganz so geheuer, so dass ich für drei Tage deutlich das Training reduzierte. Das war letztendlich auch genau die richtige Entscheidung, denn mittlerweile habe ich keinerlei Beschwerden mehr. Manchmal ist es besser, auf „Nummer Sicher“ zu gehen, um das große Ziel nicht zu gefährden – auch wenn das vielleicht den ein- oder anderen Trainingstag kostet. So bin ich statt den geplanten 160 bis 170 Kilometern in dieser Woche eben lediglich knapp 100 Kilometer gelaufen.
Positiv verlaufen ist dafür aber mein Termin zur Leistungsdiagnostik am Donnerstag bei LaufFIEBER in Aschaffenburg. Die Werte kommen zwar noch nicht ganz an das Niveau der Untersuchung kurz vor dem Spartathlon ran, aber dafür habe ich ja noch einige Wochen Zeit zum Trainieren. So ist zwar der Gesamt-Energieverbrauch beim jeweils gegebenen Tempo noch etwas höher, dafür verläuft die Fettstoffwechselkurve schon recht vielversprechend. Die Daten von der Untersuchung kurz vor dem Spartathlon‘14 dienen für mich so ein Stück weit als Referenzwert, da ich davon überzeugt bin, bei einer ähnlichen Form wie beim Spartathlon tatsächlich den Rekord knacken zu können. Bis dahin ist es aber noch ein weiter Weg.
Am kommenden Wochenende werde ich sogar bei einem Wettkampf mitlaufen, nämlich beim 50-km-Lauf in Marburg. Allerdings werde ich die Veranstaltung lediglich als Trainingslauf nutzen, da ich eh vor Ort bin, um mich am Abend mit dem 24-h-Nationalteam zu treffen.

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