Wie jedes Jahr sind meine läuferischen Ziele auch für 2012 auf den langen Ultrastrecken zu finden. Bei einem Blick auf meine Bestzeiten ist auffallend, dass die der klassischen Marathondistanz doch etwas aus der Reihe fällt: selbstgestoppte 2:54h als Zwischenzeit bei einem 50km-Lauf sind dann doch nicht so das „gelbe vom Ei“. So war es für mich relativ bald klar, dass in diesem Jahr auch mal ein guter Marathon gelaufen werden sollte. Problematisch wird es dann aber einen passenden Termin zu finden -und möglichst schnell sollte die Strecke ja auch sein. Ein Termin im Sommer und im September passt nicht, da für mich hier der 24-Stundenlauf oberste Priorität hat und im Spätherbst steht dann schon wieder die Regeneration im Vordergrund. So bleibt eigentlich nur ein Termin im Frühling übrig. Doch hier kommen einige Kalenderwochen für mich auf Grund des Pollenflugs nicht in Frage.
Umso schöner, dass es den Bienwaldmarathon in Kandel gibt! Eine bestenlistentaugliche, nahezu brettebene Strecke, auf der trotz des frühen Termins im Jahr, schon viele persönliche Bestzeiten gelaufen wurden. Die vorhergesagten Temperaturen von etwa 8°c kamen mir sehr entgegen, da sich so auch der Pollenflug der Haselnuss in Grenzen halten sollte.
Mein Ziel war es eine Zeit zwischen 2:45 und 2:50 zu laufen. So plante ich trotz großer Zweifel in der Nacht vor dem Wettkampf, ob das nicht zu viel Risiko bedeutet, den Lauf mit einem Tempo von 3:55 min/km anzugehen.
Nach dem Start habe ich sehr schnell auf den breiten Wegen und Straßen des Bienwaldes meinen Rhythmus gefunden, so dass ich mein angestrebtes Tempo nahezu sekundengenau abspulen konnte. Einer meiner Zwischenziele war es die Halbmarathondistanz möglichst „unbeschadet“ zu bewältigen. Nach 1:22:45h fühlte ich mich beim überlaufen der Halbmarathonmarkierung immer noch recht frisch und so musste ich mich auf den folgenden Kilometern etwas zurückhalten, um nicht zu früh die „Körner zu verschießen“. Spätestens ab dieser Distanz wurde es auch relativ einsam auf der Strecke, da sich das Feld der knapp 600 Starter über die Marathondistanz, sehr auseinander zog. Ab Kilometer 32 war es dann, getrieben von der Hoffnung eine Zeit von unter 2:45h zu erreichen, vorbei mit der Zurückhaltung.
Zu dieser Zeit hat es letztendlich nicht ganz gereicht, doch mit meiner Zeit von 2:45:57h und dem 8. Gesamtplatz bin ich sehr zufrieden

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