Im Moment liegt meine 24-h-Bestleistung bei 261,7 Kilometern. Auch wenn dazu noch mehr als 14km fehlen, träume ich schon jetzt ein wenig von der Verbesserung des Deutschen Rekordes aus dem Jahr 1987.
Eines ist dabei aber jetzt schon klar: Eine realistische Chance, die 276,209 Kilometer zu knacken, habe ich nur, wenn ich meine Bestzeiten auf den Unterdistanzen verbessere. Anderenfalls ist eine so große Steigerung im 24-h-Lauf eher unwahrscheinlich. Dementsprechend habe ich mir es für das Jahr 2014 fest auf die Fahnen geschrieben, an meinen Leistungen der kurzen Strecken zu arbeiten – irgendeinen guten Vorsatz braucht man ja zum Jahreswechsel 😉

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Teil 2:
Nach dem guten Aufgalopp sollte es gleich weitergehen, mit dem „Projekt“ Unterdistanzen verbessern! Im Zuge meiner Vorbereitung auf den

Foto: Kai Seefeldt
Foto: Kai Seefeldt
Kandel-Marathon stand für mich der Mörfeldener Halbmarathon auf der Agenda. Ähnlich wie zwei Wochen zuvor beim 10er in Rodgau-Jügesheim, bin ich auch diesen Wettkampf aus dem vollen Training heraus gelaufen. Genau gesagt waren die 21,1km durch den Mörfeldener Wald in einen Wochenumfang von 160 km integriert. Mein Plan war es, die ersten 10 km in 3:36 min/km zu laufen, um dann hoffentlich ohne großen Einbruch ins Ziel zu kommen. Gleich nach dem Startschuss setzte sich sofort eine drei köpfige Spitzengruppe ab. Ich selbst hatte auf den ersten 2-3 km noch etwas Probleme meinen Rhythmus zu finden und so lief ich etwa auf Platz 5 liegend etwas langsamer als das anvisierte Tempo. Etwa bei Kilometer 4 änderte sich die Situation an der Spitze: Der spätere Sieger Martin Skalsky und Janek Taplan vergrößerten weiter ihren Vorsprung, der dritte im Bunde, Christian Eckhard, viel zu uns zurück. So bildeten wir zusammen mit einem weiteren Läufer eine Dreiergruppe. Das Tempo empfand ich nun auch als recht angenehm und so absolvierten wir die 10km-Marke nach etwas mehr als 36 Minuten. Somit lag ich also fast genau im Zeitplan, bevor wir wieder ins Stadion kamen, um die erste der zwei Runden zu vollenden. Nach 13 bis 15 km war beim Blick auf die Uhr festzustellen, dass wir, wenn auch nur geringfügig, langsamer werden. So setzte ich mich wieder an die Spitze der Gruppe, um das Tempo etwas zu forcieren. Im Zuge dessen mussten meine Weggefährten aber reißen lassen und so war ich von nun an auf mich allein gestellt. Am Pendelstück, etwa bei Kilometer 16 oder 17, war ich doch etwas überrascht, welch große Lücke nach hinten aufgerissen ist und auch der Abstand zum Zweitplatzierten verringerte sich deutlich auf etwa 20 Sekunden. Die Platzierung war mir bei diesem Lauf eigentlich nicht so wirklich wichtig, stattdessen habe ich jetzt damit spekuliert, mit einem Endspurt auf den letzten Kilometern noch unter 1:16h zu laufen. Das wäre aber des Guten zu viel gewesen und so liefen die Sekunden auf den letzten 300 Metern im Leichtathletikstadion doch unaufhaltsam davon. Dem Zweitplatzierten kam ich zwar noch ein Stückchen näher, doch mit 9 Sekunden Rückstand stand für mich letztendlich der dritte Platz zu Buche. Mit der Zeit von 1:16:19h konnte ich aber dennoch mein Projekt „Unterdistanzen verbessern!“ auch für die Halbmarathondistanz erfolgreich umsetzen.

Hier geht’s zu den Ergebnissen
Bericht von Moderator Jochen Heringhausen
Bericht des Laufreports
Bericht der Frankfurter Neuen Presse

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