Wie so oft in den vergangenen Jahren wurde auch in diesem Jahr die Deutsche Meisterschaft im 100km-Lauf auf einen Rundkurs im Bundesleistungszentrum in Kienbaum ausgetragen. Auch wenn ich gerne mal wieder eine 100er-DM laufen würde, stand eine Teilnahme an diesem April-Wochenende nie ernsthaft zur Debatte, da der Abstand zu meinem Jahreshighlight der 24h-WM bzw. EM einfach zu gering ist.
Jedoch hatte ich ein Teamtreffen mit dem 24h-DLV-Kader für den Freitag vor dem Lauf auf der Agenda, so dass ich mich dennoch auf den Weg in Richtung Kienbaum machte. Für die meisten aus unserem Nationalteam ist die Fahrt ins Bundesleistungszentrum wirklich eine halbe Weltreise –Kienbaum liegt gerade mal etwa 50 Kilometer von der deutsch-polnischen Grenze entfernt. Umso schöner, dass sich doch fast die komplette Mannschaft zu unserer „Sitzung“ einfand. Schön war es auch, dass uns sogar der Vizepräsident des Deutschen Leichtathletik-Verbandes, Dr. Matthias Reick, Gesellschaft leistete.
Im Rahmen der 100km-DM wurde auch ein „offener“ 50km-Lauf ausgetragen. Da ich meine langen Einheiten sowieso zumeist an Samstagen durchführe, hat es sich für mich natürlich angeboten, diesen als Trainingslauf zu nutzen. Dafür habe ich mir selbst auferlegt, nicht schneller als 3:40 Stunden zu laufen, um eine schnelle Regeneration zu gewährleisten. Wie bei so vielen Dingen im Leben gab es aber auch bei diesem Unterfangen einen Haken: Da wir gemeinsam mit den 100km-Läufern starten sollten, fiel der Startschuss schon um 6:30 Uhr. Dementsprechend klingelte mein Wecker schon um 4:30 Uhr – als bekennender Morgenmuffel kommt da nicht gerade Freude auf. Nach dem Frühstück, das vom Veranstalter angeboten wurde und dem großen „Hallo“ mit den vielen anderen Läufern sah die Welt aber schon wieder ganz anders aus und so freute ich mich, als es auf die Strecke ging. Zum Lauf selbst gibt es eigentlich nicht allzu viel zu sagen. Auf der gut zu laufenden 5-km-Runde spulte ich die Kilometer bei angenehmen Temperaturen gleichmäßig im geplanten 4:24er Tempo ab. Das Ziel erreichte ich letztendlich nach 3:39:15 Sekunden, also 45 Sekunden zu früh – Sauerei!
Da ich heute nur am „Bambinilauf“ teilnahm, hatte ich dann das Vergnügen bei Kaffee und Kuchen die spannende Schlussphase des 100km-Rennens zu verfolgen. Da bekommt man dann schon fast ein schlechtes Gewissen …
Am Abend ging es dann noch gemeinsam mit den Freunden von der LG Würzburg in das nicht weit entfernte Tropical Island. Dort wurde inmitten von tropischen Regenwaldpflanzen geschwommen oder auch einfach nur ausgeruht. Das nennt man dann wohl schnelles Einleiten der Regeneration. Nach einer Übernachtung auf den Strandliegen wurde das schöne Wochenende mit einem ausgiebigen Frühstücksbuffet abgerundet.

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