"Bieberer Berg" (Offenbacher Kickers)Nur noch etwa zwei Wochen bis zu meinem ersten Saisonhöhepunkt, der Deutschen Meisterschaft im 24-Stundenlauf. Natürlich sind für so einen langen Wettkampf große Trainingsumfänge erforderlich, so dass schon mal mehr als 200 Kilometer pro Woche zusammen kommen können. Um nicht immer nur die altbekannten Strecken laufen zu müssen und noch einen zusätzlichen Ansporn zu erhalten, plante ich Folgendes:
Mein Ziel war es, innerhalb eines Pensums von etwa 70 Kilometern alle „bedeutsamen“ Stadien des Rhein-Main-Gebietes anzusteuern. So startete ich gegen 11 Uhr an der S-Bahn-Station „Offenbach Ost“, um zuerst den Bieberer Berg, Heimat der Offenbacher Kickers, zu „stürmen“. Von dort aus machte ich einen kleinen Abstecher auf die andere Mainseite, wo ich das Stadion des Zweitligisten FSV Frankfurt in Bornheim ansteuerte. Nach dem obligatorischen Foto ging meine Tour weiter in Richtung Waldstadion, was ich dann nach insgesamt 20 Kilometern erreichte. In der Tankstelle unweit des Stadions gönnte ich mir dann einen ersten „Boxenstopp“, um mich mit einem Eistee zu stärken. Die Temperaturen lagen nun schon deutlich über der 20-Grad-Marke. Nun folgte das etwa 35 Kilometer lange Teilstück mainabwärts in Richtung Mainz. Jetzt war die wärmste Zeit des Tages, wodurch ich des Öfteren stoppen musste, um für Getränke-Nachschub zu sorgen. Die letzten Kilometer vor Mainz kannte ich unter anderem schon vom „Arque-Lauf“ der jährlich im November ausgetragen wird. Den Stadtplan von Mainz hatte ich mir im Vorfeld nur flüchtig angeschaut, doch mit Hilfe von freundlichen Passanten konnte ich ohne nennenswertem Verlaufen zum Mainzer Bruchwegstadion finden. Da der FSV Mainz 05 aber mittlerweile in einem neugebauten Stadion spielt, das wie heute leider üblich, irgendwo in freier Prärie außerhalb der Stadt gebaut wurde, „musste“ ich natürlich auch noch dorthin laufen. Nach 71 Kilometern und einer Netto-Laufzeit von 6:21h (5:22 min/km), erreichte ich den Mainzer Hauptbahnhof, von wo aus ich die Heimreise – dann aber doch lieber mit dem Zug – antrat.

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