Am Sonntag, den 13. Juli stand für mich mal wieder ein Wettkampf auf der Agenda. Zum ersten Mal wurde in diesem

Siegerehrung
Siegerehrung

Jahr nämlich der sogenannte Eschathlon in Eschborn ausgetragen. Da die Entfernung von meiner Haustür bis zur Startlinie mit dem Auto gerade einmal 4,5 Kilometer beträgt und einer meiner Sponsoren, der Biketempel, als Partner der Veranstaltung fungiert, war die Teilnahme für mich selbstverständlich. Als längste Distanz wird beim Eschathlon die Strecke über den Halbmarathon angeboten, eine Distanz, die ich im Wettkampf deutlich lieber laufe als beispielsweise einen 10-km-Lauf.
Obwohl sich immerhin etwa 400 Teilnehmer für den Halbmarathon angemeldet haben, war die Atmosphäre vor dem Startschuss extrem entspannt. Während man sich bei den meisten Wettkämpfen einen Platz in den vorderen Reihen förmlich erkämpfen muss, hatte man heute das Gefühl, dass niemand direkt hinter der Startlinie stehen will. Nach dem Startschuss ging es dann auch erstmal relativ verhalten zur Sache und erst nach etwa einem halben Kilometer setzte sich der erste Läufer von der Spitzengruppe ab. Den Afrikaner Solomon Amdebirhan sollten wir während dieses Rennens, wenn überhaupt, nur noch von hinten sehen. Wir – das sind eine dreiköpfige Verfolgergruppe, wobei es dieser Begriff in diesem Fall nicht wirklich trifft, da die Geschwindigkeit von Solomon ein Verfolgen nicht mehr wirklich zuließ. Dementsprechend kochten wir unser eigenes Süppchen und liefen fortan erstmal gemeinsam. Schon nach etwa drei Kilometern fing es an, aus Kübeln zu schütten; es gibt zwar deutlich angenehmeres Wetter – aber besser als bei 35° C zu laufen ist es allemal. Zu diesem Zeitpunkt sollten wir nicht ahnen, dass es noch am selben Tag, im etwa 50-km Nidda-aufwärts entfernten Wallernhausen Millionenschäden durch die Unwetter geben sollte. Zurück zum Rennen: Im Vorfeld hatte ich geplant, die 10-km-Marke nach 36 Minuten zu überqueren, letztendlich waren wir sogar ein paar Sekündchen schneller. Bei Kilometer 10 sind wir auch direkt am Start/Zielbereich
Zu zweit macht es noch viel mehr Spaß!
Zu zweit macht es noch viel mehr Spaß!
vorbeigekommen, um uns auf die etwas längere zweite Runde aufzumachen. Als es auf den ersten Kilometern leicht, aber kontinuierlich bergauf ging, hatte ich ernsthafte Zweifel, ob ich das Tempo unserer Gruppe noch lange mitlaufen kann, da ich jetzt schon etwas auf die Zähne beißen musste. So zog ich mich erstmal an die letzte Position unseres Trios zurück und nahm mir vor, so lange wie möglich dran zu bleiben. Bei Kilometer 14 kam es dann aber anders wie gedacht und ich bemerkte, dass der Griesheimer Michael Obst eine kleine Lücke reißen ließ. So zog ich also doch vorbei und ehe ich mich versah, waren wir nur noch zu zweit. Jetzt, wo die leicht ansteigende Strecke endete, fühlte ich mich auch wieder deutlich frischer, so dass ich auf einem leichten bergab Stück selbst das Tempo noch etwas forcierte, um keinen Zweifel mehr am Treppchenplatz aufkommen zu lassen. Ob es letztendlich der zweite oder dritte Platz wird, war mir eigentlich jetzt auch relativ egal, eine möglichst gute Zeit wollte ich aber schon. Dementsprechend ging es auch voll auf Anschlag weiter in Richtung Eschborn. Etwa zwei Kilometer vor dem Ziel zog dann mein Mitläufer Jasper Püschel das Tempo leicht an und mir war sofort klar, dass das die Entscheidung um Platz 2 gewesen sein muss. Trotzdem versuchte ich, mich mit etwa zehn Metern Abstand festzubeißen, um eine gute Zeit ins Ziel zu retten. Die zwei Brückenanstiege auf dem letzten Kilometer gaben mir aber dann endgültig den Rest, so dass ich noch fast eine halbe Minute auf Jasper verloren habe. Im Übrigen ist Jasper noch keine 18 Jahre alt, bei der tollen Zielzeit kann man gespannt sein, wie er sich weiterentwickeln wird. Für mich selbst blieb die Uhr dann endlich bei 1:15:12h stehen. In meine Bestzeitenliste kann ich den Lauf aber leider nicht aufnehmen, da er nicht amtlich vermessen war ;). Selbst wenn das mit 21,0975km nicht exakt hingehauen hat, bin ich auf jeden Fall sehr zufrieden, da die Streckenführung mit ihren vielen Ecken und Kanten, dem leichten aber kontinuierlichen Anstieg auf der ersten Hälfte der beiden Runden und den giftigen Brückenanstiegen auch nicht so 100-%ig prädestiniert war für Bestzeiten.
Insgesamt war das ein rundum gelungener Sonntag!
Den Link zur Ergebnisliste gibt es hier

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