In genau 50 Tagen ist es endlich soweit und mein zweites Jahreshighlight nach der WM steht auf dem Programm. Es geht zum Spartathlon! Bei diesem Lauf gilt es, 246 Kilometer am Stück von der Athener Akropolis zur Leonidas-Statue in Sparta zu absolvieren. Insgesamt 350 Läufer aus vielen Nationen werden am Start sein. Da die 24-h-WM ja schon im Mai stattgefunden hat und es somit zu keiner Überschneidung kommt, ist der Lauf in diesem Jahr sehr stark besetzt. So ist z. B. auch Mike Morton, der letztes Jahr mit sensationellen 277 Kilometern die WM gewann, in der Startliste zu finden. Betrachtet man die Streckendistanz, ist diese natürlich mehr oder weniger prädesziniert für mich. Großen Respekt habe ich allerdings vor der zu erwartenden Hitze. Auch Ende September herrschen in Griechenland Temperaturen von über 30° C. Dadurch, dass der Start schon um 7:00 Uhr stattfindet, werden wir in der ersten Hälfte des Rennens das volle Programm an Hitze „genießen“ dürfen. Wenn man schnell genug ist, wäre es das dafür dann aber auch gewesen und man bleibt am zweiten Tag von diesem Backofen verschont. Im Gegensatz zu den meisten 24-h-Läufen gilt es beim Spartathlon auch einige Höhenmeter zu bewältigen. So geht es zum Beispiel nach etwa 160 Kilometer bei Dunkelheit über den Sangas-Pass.
Als kleinen Vorgeschmack auf die zu erwartenden Höhenmeter werde ich in gut zwei Wochen am Karwendellauf in Österreich teilnehmen. Bei diesem Lauf gilt es insgesamt ca. 2500 Höhenmeter zu bewältigen. Auf dieses Event freue ich mich besonders, da es hier auch landschaftlich einiges zu sehen gibt. In der Vorankündigung des Veranstalters werde ich sogar als einer der drei Favoriten aufgeführt ;). Allerdings wäre die Spekulation auf einer der ersten Plätze wohl doch etwas vermessen, da ich ja nicht gerade die geborene Bergziege bin. Nichtsdestotrotz möchte ich das Rennen als ambitionierten Vorbereitungslauf für den Spartathlon nutzen, wobei aber auch der Spaß nicht auf der Strecke bleiben soll.

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