Foto: www.mueller-kerstin.com
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Nun befinde ich mich schon seit dem Spartathlon in der Regenerationsphase. Das bedeutet natürlich, dass ich nicht ganz auf das Laufen verzichte, doch bleiben die Wochenkilometer deutlich unter 100 km. Nach all dem vielen Training über das ganze Jahr habe ich mich schon richtig auf die Zeit nach dem letzten Jahreshighlight gefreut. Nicht nur für den physischen sondern vor allem auch auf Hinblick des mentalen Aspektes ist es mir wichtig, mir 5-6 ruhige Wochen am Abschluss der Saison zu gönnen.
Dementsprechend habe ich auch nicht geplant, noch im Oktober an irgendeinem Wettkampf teilzunehmen, doch da habe ich die Rechnung ohne den Wirt gemacht ;). Am Dienstag vor dem Wettkampf fand die Pressekonferenz für die erste Auflage des Trailmarathons im Heidelberger Schloss statt. Da mein Ausrüster NEWLINE einer der Titelsponsoren dieser Veranstaltung darstellt, gehörte auch eine Abordnung von Newline zu den geladenen Gästen. So nutzte man die Gelegenheit, sich wieder mal in Süddeutschland treffen zu können.
So ging es ganz schnell und ich lies mich zu einem Start in der Duo-Staffel von Newline überreden. Ganz so schwer war es aber nicht mit dem Überreden, denn nach der Präsentation der Strecke im Rahmen der PK, hatte ich schon extrem Lust, hier bei den Staffeln der Mitarbeiter von Newline mitzulaufen. Allerdings war die Bedingung, die ich mir selbst auferlegte, es nicht zu übertreiben und die knapp 29km, locker ohne Zeitdruck anzugehen. Als Richtwert nahm ich mir vor, als Durchschnittsgeschwindigkeit nicht schneller als ein 5er Tempo, also 12km/h zu laufen.
Foto: www.mueller-Kerstin.com
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Kehrseite der Medaille war die Tatsache, dass Sonntag Morgen mein Wecker schon kurz vor 5:00 Uhr klingelte. Als bekennender Morgenmuffel nützt einem da auch die geschenkte Stunde durch die Zeitumstellung herzlich wenig. Aber immerhin – das erste Ziel des Tages, nicht zu verschlafen, konnte ich mit Bravour erreichen. Nach unkomplizierter Anreise mit dem Auto und dem Shuttlebus konnte es also um Punkt 9:00 Uhr losgehen. Irgendwie sind wir drei Newline-Startläufer dann im ersten Startblock gelandet, was mir zuerst gar nicht so recht war, da ich es ja langsam angehen wollte. Umso mehr habe ich mich dann aber gefreut, den ehemaligen Top-Ultraläufer Jens Lukas dort zu treffen. Es freut mich ungemein, dass Jens nach längerer Verletzungspause wieder häufiger auf Laufveranstaltungen anzutreffen ist. Nach dem Start ging es erstmal etwa zwei Kilometer durch die Heidelberger Altstadt, bevor die Strecke dann auf die andere Seite des Neckars wechselte. Dort dauerte es auch nicht lang, bevor es richtig knackig bergauf ging und man im Gehen fast schneller als im Laufschritt den Aufstieg bewältigen konnte. Oben angekommen wurde man dafür gleich mit einem Ausblick auf die Stadt und auf die Rheinebene entschädigt. Das nächste Highlight wartete nicht lange auf sich, indem man direkt über die Treppen der Thingstätte den weiteren Aufstieg in Angriff nahm. Von dort aus ging es weiter durch bewaldetes Gebiet zum knapp 550 Meter hoch gelegenen „Weißen Stein“. Von dort aus ging es nur noch bergab zurück ins Neckartal, so dass ich es noch mal ganz rollen lassen konnte. Während die Marathonläufer noch einen weiteren harten Anstieg zu bewältigen hatten, war für mich hier bei Kilometer 28,8 schon die Reise zu Ende und ich konnte den imaginären Staffelstab an meinen Staffelkollegen Henning weitergeben.
Alles in allem war das ein richtig schöner Sonntags-Ausflug – viele nette Leute, schöne Landschaft, goldenes Oktoberwetter und noch dazu toller Sport.

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